Kunst der Natur

Die hier ausgestellten Bilder sind mikroskopische Aufnahmen von Gesteinsdünnschliffen verschiedener Herkunft.
Gesteine modellieren das Gesicht unserer Erde. Sie sind allgegenwärtig und bilden die Grundlage jeglichen Lebens. Doch vielen Betrachtern erscheinen sie als starre, leblose, graue und daher uninteressante Materie. Dem Fachmann oder geschulten Laien offenbaren sie dagegen eine bewegte Geschichte voller Dynamik und Ereignisse, die meist außerordentlich weit zurückliegen.

Die Veränderungen der Erdkruste wie Vulkanausbrüche, Erdbeben und Gebirgsbildung verursachen die Bildung neuer Gesteine, Mineralien. Diese Ereignisse hinterlassen ihre Spuren auf den Gesteinen. Daher ist jedes Gestein ein Geheimnisträger der geologischen Prozesse der Erdgeschichte.Bei der makroskopischen und mikroskopischen Bestimmung von Gesteinen werden diese Geheimnisse erforscht.
Viele Gesteine sind für Menschen Sinnbild des Beständigen und Unvergänglichen. Wir benutzen sie als Baumaterial, Pflastersteine, Fassadenschmuck und zur Herstellung von Denkmälern und Grabsteinen.
Durch Nutzung der "beständigen" und "unvergänglichen" Gesteine wird der Wunsch der Menschen auf das ewige Leben ausgedrückt.
Allerdings unterliegen auch die Gesteine einem zeitlichen Wandel. Sie sind aus geologischer Sicht unbeständig. Beständig sind nur ihr Wandel, der als "Kreislauf der Gesteine" bezeichnet wird.

Die mikroskopische Beobachtung bei gekreuzten Polarisatoren zeigt, daß Gesteine keine leblose, graue Materie sind, sondern lebendige, geheimnisvolle und bunte Naturschätze.
Diese Bilder bieten dem Interessierten einen Einblick in die Vielfalt der Gesteinswelt, deren Strukturen und Gefüge. Sie zeigen die Mineralien als kostbare Bestandteile der Gesteine mit faszinierenden Farben. Sie sind Kunst der Natur. Eine Naturkunst der Träume und Phantasien.
Die Bilder öffnen den Blick für den Formenreichtum der Gesteine und für die Umwandlung der Mineralien als kleine Abbilder der Veränderungen unserer Erde.
nach oben